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May 09 2012

Proximity Based Social Networks: Just another drop in the ocean?

Proximity Based Social Networks, also soziale Netzwerke die auf der räumlichen Nähe der User aufbauen, werden immer wieder als der nächste Schritt hin zu einer noch näheren Beziehung der User untereinander gehandelt. Trotzdem haben sie es noch nicht wirklich geschafft den Fuß in die Tür der Mainstream Social Networks zu bekommen. Doch woran liegt’s? Ist es ein Imageproblem, fehlt der Mehrwert oder die Werbeflächen?

Ein großer Vorteil der Proximity Based Social Networks (PBSN) scheint ihr Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Social Media Kapazunder Facebook zu sein: Auf Facebook verbinden sich Personen die sich schon auf eine gewisse Art und Weise kennen, während PBSN darauf abzielen, Neues zu entdecken. Dieses Entdecken geschieht in der Regel anhand von Gemeinsamkeiten in Interessen, Freunden, Wünschen und basiert natürlich auch darauf, wo man sich gerade befindet. Grundsätzlich also App auf, schauen was oder wer sich so in der Gegend befindet, was man gemeinsam hat und dann eine Aktion setzen. So viel dazu. Wir haben uns gedacht, wir schauen uns eines dieser PBSN mal näher an:

Sind wir Badoo miteinander?

Badoo ist ein Kennenlern-Netzwerk, das 2006 von Andrey Andreev gegründet wurde und mittlerweile lt. Badoo Website an die 150 Millionen User haben dürfte. Badoo ist vor allem in Südamerika und Europa beliebt, scheint aber mit einem Schmuddelimage zu kämpfen (die Vereinigten Arabischen Emirate und der Iran blockieren den Service sogar). Beinahe in jeder Aussendung wird betont, Badoo sei mehr als eine Flirt und Aufreißzone und würde nicht nur hauptsächlich von Teenagern benutzt. Darüber hinaus ist interessant, dass Badoo bereits nach kürzester Zeit profitabel war, was ja für junge Social Media Plattformen nicht unbedingt die Regel darstellt. So weit so gut, dies wollten wir, selbstverständlich ‘in the name of science’, überprüfen und haben Badoo mal versucht.

Das Setup von Badoo ist denkbar einfach: Profil erstellen, Foto(s) hochladen, Interessen definieren, noch ein Statusupdate schreiben was man heute machen möchte und es kann los gehen.

Die Grundfeatures von Badoo sind ein Scan der (unmittelbaren) Umgebung, der andere Badoo UserInnen anzeigt die in die vorher definierte Interessensbandbreite fallen. Deren Profile können besucht werden, danach kann man gleich beginnen zu chatten. Besucht man ein anderes Profil bekommt der User eine Benachrichtigung über den Besuch, ähnlich wie bei XING.

Auffallend ist, dass bestimmte Funktionalitäten wie die Möglichkeit alle Fotos oder Interessen anderer User anzusehen teilweise Premium Features darstellen. Diese werden entweder über bestimmte Aktionen wie z.B. das Einladen von 30 FreundInnen zu Badoo oder durch weitere Vervollständigung des eigenen Profils bzw. durch Super Powers, die gekauft werden können, freigeschaltet. Die Schwelle Badoo immer intensiver zu verwenden ist also recht niedrig, hier ist wohl einiges an Gamification Hirnschmalz investiert worden. Ein weiteres Key-Feature ist das “Volltreffer” Spiel: Hier werden Erinnerungen an die Unterstufe wach. Man kann Profile anderer User ansehen und diese mit JA/NEIN/VIELLEICHT quittieren. Bei gegenseitigem JA oder zumindest VIELLEICHT hat man einen Volltreffer erzielt und wird aufgefordert, die andere Person anzuchatten.

Hier unsere Erfahrungen:

Versuch A oder “Camp Creepout”
“Nachdem wir ein Badoo Profil erstellt hatte, ging es relativ schnell mit einigen Besuchen auf dem Profil los. Wir scannten unterdessen die Umgebung und wunderten uns, wie viele User sich auf Badoo befanden. Besonders auffallend war, dass sehr viele Männer, meist mittleren bis gehobenen Alters sich auf unserem Profil herumtrieben. Der Höhepunkt war wohl, als ein 67 jähriger Herr uns bescheinigte “ein geiler Typ” zu sein. Es folgten Besuche von anderen Usern die zusammengefasst mehr oder weniger “creepy” waren. Vom unerwartet steilen Aufstieg unserer Badoo-Karriere beflügelt beschlossen wir auch aktiv zu werden und versuchten andere User für einen Chat zu gewinnen:

 

Der erste Versuch war eine Frau, die ihrem Badoo Status nach zu urteilen “jemanden zum philosophieren suchte”. Unseren Beitrag zur philosophischen Debatte konnten wir aber leider nicht anbringen, da unser Profil nicht in die angegebene gesuchte Altersgruppe der Userin passte. Badoo vermeldete, dies könne  mit Super-Powers umgangen werden, da uns selbige aber fehlten, wurde leider nichts daraus.

 

 

 

 

 

 

Nachdem wir ein bisschen “Volltreffer” gespielt hatten und im Verlauf des Spiels ein gegenseitiges VIELLEICHT verbuchen konnten, starteten wir den nächsten Anlauf in Richtung proaktives Chatten. Da unser Badoo Erlebnis immer mehr in Richtung sonderbar abzurutschen schien (der 67 jährige Fan hatte unser Profil in der Zwischenzeit noch zwei Mal besucht) versuchten wir, diesen Umstand bei unserem “Volltreffer” zu thematisieren. Eine Antwort blieb aber leider aus.

 

 

 

 

 

Als wir am nächsten Tag unsere Badoo Karriere beenden wollten, flehte uns Badoo förmlich an, es uns noch mal zu überlegen und bot als kleinen Bonus drei Tage gratis Superpowers an, die wir auch kurz nutzten, die aber den sprichwörtlichen Braten auch nicht fett machten. Interessant war auch, dass Badoo einen ‘Freeze’ und eine Art ‘Reset’ Knopf besitzt: Wer sein Profil einfriert wird nach Angaben von Badoo nicht mehr auf Badoo oder Google mit seinem Profil gefunden, das Profil besteht aber weiterhin. Wem es auf Badoo zu viel geworden ist, kann auch radikal aufräumen und alle Mitteilungen, Favoriten, Volltreffer usw. von seinem Profil löschen und so frisch durchstarten. Trotz dieser, zugegebenermaßen kreativen, Optionen den Account doch noch zu retten beschlossen wir doch auf den ‘Profil löschen’ Button zu klicken und fühlten uns daraufhin etwas wohler in unserer Haut.”

 

Versuch B oder “Als Frau wird es einem schnell zu viel!”

Eigenlob stinkt zwar aber wer sich als nicht unattraktive Frau auf Badoo anmeldet und sein Profil mit einem schönen Bild von sich verziert, dem wird garantiert nicht langweilig. Schon nach kurzer Zeit hatte unser Profil 407 Views und wir chatteten simultan mit zehn verschiedenen Interessenten. Dank Multitasking, wofür wir Frauen ja bekannt sind, war das auch überhaupt kein Problem. Bei Badoo hat die Frau die Qual der Wahl. Plumpe Anmachen sind zwar an der Tagesordnung, gehören jedoch glücklicherweise zur Ausnahme. Auch wenn ernsthaftes und unterhaltsames Chatten durchaus möglich ist, so merkt man schnell wohin besagter Hase läuft. Es wird schnell klar, dass die Unterhaltung auf ein Treffen abzielt. Oft ist, nachdem man sagt man hat heute keine Zeit, das Gespräch beendet. Verglichen mit den Erfahrungen eines männlichen Users zeigt sich hier also ein gänzlich anderes Bild.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und der Rest der Proximity Based Social Networks?

Selbstverständlich ist Badoo nicht der einzige Vertreter der PBSN. Den proklamierten Userzahlen nach beurteilt steht es aber scheinbar alleine da.
Es gibt eine Vielzahl kleinerer Services, wie z.B. Mingle, das kürzlich von Facebook akquirierte Glancee oder Highlight, die aber nicht die kritische Masse an UserInnen erreichen (dürften). Durchwegs können diese Services mit weniger als 10.000 mit Facebook verbundenen UserInnen aufwarten.
Wohin soll also die Reise für PBSN gehen? Die Anwort liegt, angesichts des Trends der letzten Zeit dass etablierte große Social Networks kleine Startups in Bausch und Bogen, offensichtlich vor allem wegen der findigen Leute in den Entwicklerteams aufkaufen, auf der Hand: Als Feature und nicht als eigenes Service.

Fazit

Badoo scheint eine Ausnahmeerscheinung im Bereich der Proximity Based Social Networks oder auch Social Discovery Apps zu sein, hat aber einen spammig-schmuddeligen Beigeschmack. Der Rest der Services sind im Moment eher als ‘drops in the ocean’ des übervollen Angebots an Social Media Services zu sehen und werden wohl früher oder später in den bestehenden Networks aufgehen.

March 01 2012

Facelifting bei Facebook

Nachdem Facebook am gestrigen Schalttag alle mit dem verfrühten Rollout der Timelines überraschte, hier nach unserem Post von gestern ein genauerer Blick auf die Neuerungen.

Bei Facebook wird ja ständig an neuen Features geschraubt und gehämmert, manche Neuerungen kommen “tröpfchenweise” andere mit Knalleffekt.
Auf der gestrigen  fMC in New York gab es einige Knaller von Facebook zu berichten. Wie man es gewohnt ist, sind aber einige der geplanten Neuerungen schon im vorhinein nach außen gesickert. Wer das Zuckerberg’sche Netzwerk kennt weiß, dass über die verlautbarten Neuerungen hinaus wohl noch einige weitere Überraschungen auf uns warten werden, wir sind gespannt!

Timeline für Pages

Lange wurde über sie darüber geredet, es gab einige hübsche Mock-ups und jetzt wurde mit dem Roll-out begonnen: die Timeline für Pages.
Das heißt mehr und größere Bilder, mehr Möglichkeiten die (hoffentlich) interessante Brandstory zu erzählen und könnte im weitesten Sinn das Ende der uniformen Facebook Pages bedeuten – wir werden sehen.
Im Moment können Page Betreiber noch auswählen ob sie das neue Timeline Design übernehmen wollen – bis 30. März 2012 – denn ab diesem Datum werden alle Pages auf das neue Design umgestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier ein Überblick über die größten Änderungen der Facebook Pages:

 

Coverfoto

Das Coverfoto ist wohl eine der prominentesten Änderungen welche die Timeline mit sich bringt und bietet einiges an kreativem Spielraum, vor allem im Zusammenspiel mit dem Profilbild. Die Coverfoto Dimensionen sind 851x315px. Beim Design müssen auch einige neue Regeln beachtet werden. Im Coverfoto dürfen keine Preis und Kaufinfos kommuniziert werden und keine Kontaktmöglichkeiten oder Calls to Action promoted werden. Wer also denkt, statt den Landingtabs – die ja mit dem momentanen Wissenstand obsolet geworden sind – einfach das ganze in das Coverfoto zu verpacken, kann sich das leider abschminken. Die direkte Verlinkung auf Tabs bzw. Apps sollte aber möglich sein. In der Zwischenzeit fragen sich alle:

Timeline


Die Timeline für Pages bewegt sich erwartungsgemäß nah an den Möglichkeiten der Timelines für persönliche Profile. Neuerung sind u.a.:

  • Das Pinned Post: Also ein Postings das ähnlich eines Stickys in Foren für eine bestimmte Zeit ganz oben in der Timeline angezeigt werden können. Das dürfte einiges an Trubel für den Facebook Algorithmus bedeuten.
  • Die Rückdatierung von Beiträgen: Es ist jetzt möglich, Beiträge rückzudatieren – das birgt besonderes Potential die jeweilige Brandstory zu erzählen.
  • Interaktion mit Freunden wird hervorgehoben: Wenn die eigenen Facebook Freunde mit Inhalten auf der Seite interagieren wird das für den jeweiligen Besucher prominenten angezeigt.
  • Der Shitstorm Filter: Facebook hat die Admins in gewisser Weise mit einem “Oh, shit! Button” ausgestattet. Hier kann in den Optionen ausgewählt werden, ob Fanbeiträge freigeschalten werden sollen, bevor sie in der öffentlichen Timeline landen. Ob dies zur Transparenz der Inhalte auf einer Facebook Page beiträgt ist natürlich sehr fraglich.

Sonstiges

  • Fans kann jetzt die Möglichkeit gegeben werden, private Nachrichten direkt an die Page Betreiber zu schicken und damit quasi “off the record” zu kommunizieren.
  • Im Admin Bereich soll ist es jetzt in Zukunft möglich sein, verschiedene Rechte zu vergeben. Sicherlich ein hilfreiches Feature für Seiten die von vielen verschiedenen Personen verwaltet werden, aber im Moment noch nicht implementiert.
  • Eine weitere überraschende Neuerung ist es, dass ein Teil der Facebook Insights für alle zugänglich sind. So können Fans beispielsweise den Verlauf der Fanbase und die Altersverteilung derselben einsehen.

 

Die Renaissance der Facebook Orte?

Wie man in den letzten Wochen bemerken konnte, will Facebook offenbar wieder seine “Orte” forcieren. Anscheinend wird eine strengere Trennung zwischen herkömmlichen Pages und Orten angestrebt. Möglicherweise sind Pages mit Ortsnamen in Zukunft nicht mehr erlaubt. Diese Entscheidung wurde, leider typisch für Facebook, sehr wenig bis gar nicht kommuniziert. Leidtragende der letzten Wochen waren unter anderem die Betreiber der Facebook Seite “München” mit über 40.000 Fans welche ohne Vorwarnung offline genommen wurde und sich mittlerweile wieder unter “Stadtportal.München” formiert hat sowie die Facebook Page der Antenne Vorarlberg.

Neue Premium Ads

Mit den neuen Premium Ads möchte Facebook den entgeltlichen Einschaltungen mehr Postingcharakter verleihen, wie einem durchgesickerten Dokument schon im Vorhinein entnommen werden konnte.

Die neuen Premium Ads versprechen mehr Möglichkeiten und Potential zur Interaktion, setzen stärker auf den sozialen Kontext der User und sollen vor allem mehr Reichweite bringen. Laut Facebook soll es möglich sein ein Post in einen Premium Ad umzuwandeln. Also alles was man auf seiner Page tun kann soll künftig auch in den Premium Ads möglich sein. Was als neuer Premium Ad geschaltet werden soll, muss aber nicht zwangsläufig auf der eigenen Pinnwand bzw. Timeline geposted werden – eine “Verwerblichung” der Pinnwände sollte also nicht eintreten.

Für Premium Ads stehen sechs verschiedene Typen mit folgenden Spezifikationen zur Auswahl:

Foto: 90 Zeichen, 168×128 px Thumbnail, 4:3
Video: 90 Zeichen,  185 x104 px Thumbnail, 16:9
Frage: 4 angezeigte Anwortsmöglichkeiten oder 3 und ein “see more” Link
Status: 150 Zeichen, keine zusätzlichen Medien möglich
Veranstaltung: 90 Zeichen, 75x75p x Thumbnail
Link: 90 Zeichen, 75x75p x Thumbnail

Auffallend ist, dass weniger Zeichen als bisher für die Copy verfügbar sind. Bis auf weiteres gelten diese Änderungen aber für nur für die Premium Ads, bei den herkömmlichen Facebook Ads bleibt alles beim Alten.

 

Verified Accounts für Promis

Möglicherweise in den Nachwehen der Einführung des “Veröffentlichungen abonnieren” Features wird Facebook künftig anfangen Promi-Accounts zu verifizieren. Doch anders als auf Plattformen wie Twitter soll auf Facebook eigenartiger Weise nicht ersichtlich sein, welcher Account verifiziert ist und welcher nicht. Der Mehrwert für die User scheint also eher fraglich. Verifizierten Accounts ist es erlaubt, Nicknames zu verwenden, was ja sonst von Facebook nicht toleriert wird. Das Account verifizieren ist im Moment nur auf Einladung möglich und erfordert die Übersendung eines amtlichen Lichtbildausweises an Facebook oder die Kombination von zwei verschiedenen Schriftstücken die zur Identifikation geeignet sind, wie z.B. Geburtsurkunde und Kreditkarte. Facebook verspricht aber, diese Daten nach der Verifizierung wieder zu löschen.

 

What’s the deal Facebook?

Auch die Facebook Deals scheinen wieder auf dem Vormarsch zu sein und werden ausgiebig getestet. Ähnlich den Special Offers bei Foursquare sollen Pages für ihre Fans Deals mit Ablaufdatum definieren können. Die Deals werden (in den alten Profilen) in einem eigenen Tab angezeigt und erscheinen als “Offer” in der Timeline bzw. Pinnwand. Einen “geclaimten” Deal kann man sich dann ohne Probleme auf das eigene Smartphone laden um es am jeweiligen Ort vorzuzeigen und in den Genuss des speziellen Angebots zu kommen. Durch das Verbot auf Preis- und Kaufinformationen hinzuweisen sollen das Feature der Deals ganz offensichtlich gepushed werden.

 

Wir sind sehr gespannt, welche Änderungen da noch auf uns zukommen werden, Facebook wird auch 2012 sicherlich nicht fad werden.

February 29 2012

Die Timeline ist ihrer Zeit voraus

Eigentlich sollte die Timelines für Facebook Pages erst heute auf der fMC in New York für alle zugängig gemacht werden. Doch wider Erwarten konnten wir schon heute unsere Page in das neue Timeline Design umwandeln.

Bis jetzt ist dieses Feature als Opt-in verfügbar, ab 30. März werden alle Pages das neue Timeline Design bekommen. Page Administratoren können sich im neuen Design unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein wenig umsehen, sobald der “Publish” Button gedrückt wird sind die Änderungen aber live!

Hier unser erster Eindruck:

Wo sind die Tabs?

Auffallend ist das fehlen der gewohnten Tabs. Die sind jetzt in den Tiles, den kleinen Bildern unter dem Titelbild, untergebracht. Standardmäßig ist das erste Tile mit “Fotos” belegt, die anderen drei Tiles sind frei belegbar.

Hey Mann, wo ist mein Landingtab?

Das ist im Moment eine der Preisfragen. So wie es aussieht sind aktuell keine Landingtabs vorgesehen, was doch etwas verstörend ist, sind doch Landingtabs ein bewährtes Marketing Tool auf Facebook. Ob das so bleiben wird, wird sich wohl in der nächsten Zeit zeigen. Die Socialisten haben sich auch eingehender mit der Timeline für Pages beschäftigt

Wir sind auf jeden Fall gespannt was die heutige fMC noch für Neuerungen bringt, und werden morgen darüber ausführlicher berichten.

 

February 24 2012

February 10 2012

QR-Codes: A (never)ending Story? – Noch ein Gastbeitrag

Im Rahmen unserer QR-Code-Aktionswochen haben wir Christian Adelsberger von der evolaris Next Level GmbH um seine Einschätzung zum Thema gebeten.

Ich habe QR-Codes zum ersten Mal im Jahr 2002 für mich entdeckt. Damals waren sie in Kombination mit etwas unförmigen Lesegeräten die große Hoffnung im Event und Ticketing-Bereich. Damals ging es hauptsächlich um die Frage, wie die Codes auf Mobiltelefone gesandt werden können und welche technischen Unwägbarkeiten den Durchbruch verhindern. Von der umgekehrten Nutzung war damals noch nicht die Rede. Kameras gab es in Mobiltelefonen erst in ein paar Prototypen und waren eher für einen engen Anwenderkreis vorgesehen.
Vor 3 Jahren waren die ersten QR-Codes in den österreichischen Medien zu sehen, auch auf dem einen oder anderen Plakat und auch in dem einen oder anderen Digital-Arts Projekt. Der große Durchbruch, so wurde einem gesagt, werde dann stattfinden, wenn jedes Mobiltelefon eine Kamera habe, die Reader Applikation vorinstalliert sei (was nur mehr eine Frage der Zeit ist) und die Datentarife nicht mehr jegliche Lust am Ausprobieren von neuen mobilen Diensten ersticken würde.

Endlich da

Heute haben wir in Österreich eine Durchdringung von Smartphones von über 55% . Die Installation der Reader Software braucht dank App-Stores auch nicht mehr eine mehrzeilige Beschreibung, bei der normalerweise bei Schritt 3 das spontane Interesse am Content erloschen ist. Die Voraussetzungen für den großen Durchbruch scheinen also gegeben: Flat-fee für Datentarife, und trotzdem ist keine große Revolution zu sehen. Abgesehen davon, dass angekündigte Revolutionen selten stattfinden, ist der QR Code langsam ein Teil unserer Medienwelt geworden. Und heute gibt es wohl kaum ein Magazin, das nicht mit in eine Werbung integrierten QR Code aufwarten kann. Blättert man in einem Automagazin, kann man sogar noch mehr QR-Codes entdecken, die Verbreitung scheint interessanterweise sehr von der Branche geprägt zu sein.

Doch der Mehrwert bleibt beschränkt

Hörte man eine Agentur über die Notwendigkeit eines QR-Codes im Sujet sprechen war meistens ein „gesteigerte Aufmerksamkeit“, „Eye Catcher“ oder „emotional aufgeladen“ zu hören. Doch der Neuigkeitswert der QR-Codes und damit das Unterscheidungsmerkmal ist geringer geworden, die Blickfänger-Funktion ist lange nicht mehr so stark ausgeprägt. Nach den First-Movern haben inzwischen auch die Follower im Kielwasser der iPhone Revolution QR-Codes ausprobiert. Doch nicht jeder Smartphone Nutzer wird zum QR-Code Nutzer. Auch bei 55% Smartphone Penetration im Markt dürfen die anderen 45% nicht vergessen werden. Ihnen bleibt die Nutzung von QR-Codes verwehrt.

Und wird vielleicht verdrängt

Die Stärke des QR-Codes liegt letztendlich in einem einzigen Aspekt: Convenience. Alle Use-Cases, die diesen Aspekt in den Mittelpunkt des Dienstes stellen, erwiesen sich als mittelfristig erfolgreich. Die Bezeichnung „User Friendly URL“ bringt den Hauptanwendungsfall auf den Punkt. Doch für viele Anwendungsfälle sind andere Mechanismen wesentlich besser geeignet. RFID/NFC ermöglicht die Übertragung einer höheren Datenmenge und erspart den manchmal langwierigen Lesemechanismus. Objekterkennung ersetzt jetzt schon vor allem in Augmented Reality Anwendungsfällen die Rolle als Marker.
Unzählige Beispiele für den missglückten Einsatz von QR Codes lassen sich im Web finden. Da werden City-Lights in Ubahn-Zugängen ohne Netzabdeckung eingesetzt, die verwendete Farbe für den QR-Code macht ihn unlesbar oder der codierte Link ist nicht für mobile Endgerät optimiert und somit nicht lesbar. Die Nutzung von QR-Codes birgt auch Fallen, die eine saubere Umsetzung notwendig machen, um die Anwender nicht mit einer Enttäuschung zu konfrontieren.
QR-Codes haben ihre Rolle gefunden: Sie sind die Brücke zwischen der (gedruckten) physischen und der digitalen Welt und machen es dem Konsumenten einfacher, Dienste zu nutzen. Die Verwendung vor allem im Marketing wird weiter wachsen und als Brückentechnologie in den richtigen Nutzungsszenarien ist es ein effektives Mittel. Gleichzeitig macht der QR-Code immer nur einen kleinen Teil einer Gesamtlösung – und somit der User-Experience – aus. Ohne ein überzeugendes Gesamtkonzept bleibt er ein nettes Gimmick.

Christian Adelsberger leitet den Bereich Business Development und die Forschungsarea „Mobilisierung von Prozessen“  beim COMET Kompetenzzentrum für interaktive Medien evolaris.

February 07 2012

QR-Aktionswochen: Warum über QR-Codes nicht zu diskutieren ist – Ein Gastbeitrag

Im Rahmen unserer QR-Code Aktionswochen haben wir den Experten Harald Winkelhofer von IQ Mobile um seine Einschätzung dieser monochromen Quadrate, die derzeit in aller Munde und Augen sind, gebeten.

Eine Conversion Rate von über 80 % bei einer QR-Kampagne lässt keinen Platz für Diskussion!

QR-Codes entwickelten sich – zuerst langsam, dann rasant – zu den schwarzweißen Lieblingen der Marketing-Nation. Zu Recht oder Unrecht? Ich finde, sie haben es sich redlich verdient! Wenn auch heutzutage noch viel zu oft „falsch“ eingesetzt – QR-Codes haben eine langfristige Daseinsberechtigung und wenn man sich die heimischen Medien, Werbemittel und diversen gedruckten Materialien anschaut, sollte niemand daran zweifeln. Egal ob Hofer-Folder, Taxi-Rechnung, Produkte oder Citylights – der schwarz-weiße Code lacht derzeit im ganzen Land – und das über beide Ohren!
Dafür die Grundlage gelegt haben Herr und Frau Österreicher höchstpersönlich: 56 Prozent von ihnen besitzen bereits ein Smartphone heißt es im „Mobile Communications Report 2011“, veröffentlicht letzten Herbst von der Mobile Marketing Association Austria (MMA http://austria.mmaglobal.com). Gepaart mit der ständig steigenden mobilen Internetnutzung wurde der Weg geebnet! QR steht für Quick Response und das trifft den Nagel auf den Kopf! Dort wo das Plakat aufhört, geht die Kommunikation mit dem Kunden weiter! QR-Codes können optimal als Call to Action-Instrument eingesetzt werden – und das bei ausgezeichneter Akzeptanz. Mobile Tagging ist laut oben genanntem Report mit 21% die meist genutzte mobile Werbeform, gleichauf mit Gewinnspielen via SMS (21%).

Aber Vorsicht: Mit einem QR-Code alleine ist noch nicht viel angefangen. Entscheidend ist die gesamte Kampagnenmechanik! Leider werden Kampagnen immer noch in Selbstregie ohne standardisierte Codes und mit fehlenden Mehrwert für den Konsumenten umgesetzt. Das verdirbt den Ruf in der Branche und nimmt Konsumenten die Lust auf mehr QR. Hier gilt es Aufklärungsarbeit zu leisten und die entscheidenden Punkte zu klären. Denn ganz klar ist: Für alles und jeden Zweck sind QR-Codes nicht geeignet.

1. Dialog – aber mit wem? QR-Code Kampagnen sind für alle Smartphone-User geeignet und es wird nicht, wie fälschlicherweise oft beschrieben, ein älteres Publikum ausgeschlossen. Man muss sie nur richtig an das Thema heranführen. Die Motivation zur Teilnahme ist zudem für jede Zielgruppe höher, wenn ein ganz besonderer Anreiz (Sammeln, Gutscheine, Gewinn…) gegeben ist und die Aufmachung der Werbebotschaft an die Zielgruppe angepasst ist.

2. Call to Action! Vorab wird die Rolle des QR-Codes in einer Werbekampagne klar definiert und festgelegt. Welche Aktion soll der QR-Code auslösen?. Geeignet für die Call to Action ist zum Beispiel: Fan auf Facebook werden oder das mobile Portal öffnen und den Gutschein abholen sowie mehr Infos zum Print-Inserat in Form von Video oder Diashow abrufen.

3. Fit machen! Neue Technologien brauchen einfache Erklärungen. Direkt dort wo der QR-Code abgedruckt wird – wie zum Beispiel auf Plakaten und Inseraten – kommunizieren wir kundenfreundlich, wie das Einscannen eines QR-Codes funktioniert. Hier können auch noch all jene ins Boot geholt werden, die noch kein Smartphone besitzen. Über Einsenden eines SMS-Keywords erhält der Nutzer dieselben Informationen (z.B. Link zum Öffnen auf‘s Handy) wie über das Scannen des QR-Codes.

4. Achtung vor Piraten! Wichtig für den Erfolg der Kampagne ist, dass ein standardisierter QR-Code verwendet wird. Ja, QR-Codes können rasch und kostenlos online generiert werden. Davon rate ich jedoch dringend ab, da diese genauso schnell gesperrt oder plötzlich von einem anderen Unternehmen während der laufenden Kampagne verwendet werden können! Erfolgsmessungen am Ende der Kampagne sind (fast) nicht möglich, denn Detail-Reports sind nur aus standardisierten Systemen (Code-Generator Plattformen) abzufragen. Also fehlen in der Kampagne die Überprüfung der Kommunikationsziele und die Learnings für die nächsten Kampagnen.

5. Keine Formate aus dem Web 1:1 übernehmen: Es ist wichtig, dass der Kunde nach dem Scannen des QR-Codes das optimale Angebot auf dem Handy angezeigt bekommt, wie dies beispielsweise durch eine mobil optimierte Website gewährleistet ist. Nichts ist ärgerlicher, als wenn der User den Reader runterlädt, sich dann freut, dass das Scannen des Codes so einfach funktioniert und dann auf eine herkömmliche Website weitergelinkt wird, die er eventuell gar nicht öffnen kann bzw. die aufgrund ihrer Größe für ihn keinen Nutzen bringt. Also: Mobiles Portal einplanen! Viel zu oft ist dies, neben dem Verwenden von nicht-standardisierten QR-Codes, der „Fehler“ in umgesetzten Kampagnen.

Und auf einen tollen „Nebeneffekt“ möchte ich noch verweisen: Wie alle Mobile Marketing-Maßnahmen zeichnen sich auch QR-Code Kampagnen durch eine hohe Messbarkeit aus. Es können die Anzahl der Scans wie auch die Aufrufe des mobilen Portals und vieles mehr gemessen werden.

Wer jetzt noch zweifelt, dem möchte ich eine internationale, prämierte Kampagne ans Herz legen: Ja, QR-Codes erobern nicht nur die Marketing-Welt, sondern heimsen sogar schon Preise ein! Der Grand Prix der Media Lions in Cannes 2011 wurde an eine ganz besondere Mobile Marketing (!) Kampagne aus Südkorea vergeben: Das Handelsunternehmen Tesco bewirbt seine Produkte auf Plakaten in U-Bahn-Stationen. Soweit noch nichts Besonderes, jetzt kommt’s: Zu jedem beworbenen Produkt ist auch ein QR-Code auf dem Plakat abgebildet. Und jetzt der Clou: Der Plakattext fordert die Passanten auf, den QR-Code mit ihrem Handy zu scannen. Dann werden diese direkt mit dem Tesco Online (Mobile)-Shop verbunden und können das beworbene Produkt gleich auf Handy-optimierten Seiten bestellen. Die Ware wird natürlich nach Hause geliefert. Das Ergebnis: Die U-Bahnstation wird zum virtuellen Supermarkt und Passanten zu Käufern. Genial! Hier gibt’s das Video zu dieser großartigen Kampagne auf YouTube.

Aber auch in Österreich brauchen wir uns nicht zu verstecken und können auf eine sehr gelungene und überaus effiziente Umsetzung verweisen: Die Österreichische Post AG hat im November 2010 3,3 Mio. Adventkalender in ganz Österreich verteilt. Doch statt Schokolade versteckten sich hinter den Türchen ganz einfach QR-Codes. Diese führten die Nutzer zu attraktiven Gewinnspielen und Gutscheinen von ausgewählten Postpartnern. Mit über 60.000 verbuchten Scans und einer Conversion Rate von über 80% bei den Top-Angeboten auf den mobilen Landingpages ist sowohl der Kunde als auch unser Team sehr zufrieden. Hier finden Sie mehr Infos zum Projekt.

Wie die Zukunft der QR-Codes aussehen wird, kann ich hier klar sagen: Neue Technologien werden unsere liebgewonnenen Quadrate nicht verdrängen. In unserem Business sind wir es gewohnt, dass neue Dinge schnell daherkommen. Durch die steigende Nutzung von Smartphones, die einfache Handhabung und die treibende Wirkung der Werbeindustrie bin ich von einer weiterhin zunehmenden Verbreitung von QR-Codes überzeugt. Ob QR-Code, NFC-Funktion oder einfach SMS – für jeden Zweck gibt es die geeignete Kommunikationstechnologie. Also keine Verdrängung, sondern effizienter, sinnvoller Einsatz der unterschiedlichen Technologien nebeneinander. Nur, das ist wieder eine andere Geschichte…

 

February 03 2012

January 23 2012

Fallstricke Couponing – Mit Daily Deal die Katze im Sack gekauft.

Ein Gastbeitrag.

Mit 14. April schliesst eines der Lieblingslokale der Wiener Foodies, das Lokal “Zur schwarzen Katze” im 18. Bezirk. Trotz hymnischer Kritiken und einer treuen Anhängerschaft wirft der kochende Gastwirt entnervt das Handtuch. Was war passiert? Akute Ageusie? Kreative Klemme? Nein, sondern die Folge einer unternehmerischen Fehlentscheidung. Auf der mittlerweile geschlossenen Website www.zurschwarzenkatze.at/ war dazu bis vor kurzem zu lesen:

“Das Fass zum Überlaufen hat aber das Desaster mit den Daily Deal-Gutscheinen gebracht. Von vielen unternehmerisch fragwürdigen Entscheidungen war das mit Abstand die dümmste, die wir je getroffen haben. Nicht nur die Bedingungen der Firma Daily Deal selbst sind, gelinde gesagt, ungünstig, viel, viel schlimmer sind die Erfahrungen mit dem Großteil der Gutscheinkäufer.”

Gastronomie – abseits der Systemgastronomie à la Schachtelwirt – und Schnäppchendienste wie Groupon oder Daily Deal vertragen sich eben nicht miteinander. Was auf den ersten Blick wie eine Win-Win-Situation aussieht – ein volles Lokal für den Wirt, sowie die Chance, neue Stammgäste zu gewinnen und für die Gutschein-Inhaber gutes Essen zum Schnäppchenpreis – wird schnell und nahezu 100%ig sicher für beide Teile zum Albtraum:

Der Wirt zahlt bei jedem per Gutschein konsumierten Essen drauf, weil nach Abzug des Rabatts und der Gebühren für Groupon und Co. weniger übrig bleibt als der reine Materialwert der Speisen. Bei einem mit Gutschein-Essern voll besetzten Lokal in der Größe der schwarzen Katze können das pro Abend schon 500,– bis 1000,– Euro sein, die weniger eingenommen werden, als die Zutaten (Fleisch, Gemüse, Obst, Eier etc.) gekostet haben. Vom Decken der weiteren Kosten für Personal, Miete, Energie etc. ganz zu schweigen. Bei den geringen Margen und der dünnen Kapitaldecke, die in der gehobenen Gastronomie vorherrschen, ist man da recht schnell zahlungsunfähig.

Die Stammgäste sind – salopp ausgedrückt – angepisst, weil Ihnen Leute, die in der Regel sonst nicht in dieses Lokal gehen würden, die Plätze wegnehmen und auch noch deutlich weniger zahlen als diejenigen, die dem Wirt über Jahre die Stange gehalten haben.

via

Die Gutschein-Esser sind verärgert, weil das Personal (das vermutet, dass es bei dieser Art von Klientel wenig Trinkgeld erwarten kann) wenig gastfreundlich agiert.

Etliche dieser Gäste sind zudem auch verärgert weil Extras (Brot, Gedeck, andere Beilagen) zum Normalpreis verrechnet werden und sich so das vermeintliche Schnäppchen eher wie ein über den Wirtshaustisch-Ziehen anfühlt.

Die Folge: Keine neuen Stammgäste, dafür aber reihenweise negative Bewertungen auf Publikumsplattformen wir restauranttester.at und speising.at. Dass das kein Einzelfall ist, belegt eine aktuelle Studie der Cornell University, die zum Schluss kommt: “average rating scores from reviewers who mention daily deals are 10% lower than scores of their peers on average”. I rest my case.

Natürlich kann man das alles auch anders sehen. Immer wieder höre ich von Kolleg/innen, man dürfe die Kosten für Daily Deal & Co nicht direkt dem Deckungsbeitrag der verkauften Speisen zurechnen, sondern müsse diese als Marketingaufwand sehen.

Eh.

Was dabei übersehen wird ist, dass sinnvolles Marketing voraussetzt, dass die gesetzten Marketingmassnahmen die so genannte “Positionierung” des Unternehmens/Produktes unterstützen. Der amerikanische Marketing-Fachmann Jack Trout nennt Positionierung deshalb auch “the battle for your mind”. In der gehobenen Gastronomie mit ihrem emotional aufgeladenen Anspruch an Auge und Gaumen stellen Geiz-ist-Geil Schnäppchen die Antithese zur eigenen Positionierung dar. Die Schlacht um den Kopf des Kunden gewinnen hier Groupon und Co., der Wirt ist lediglich ein austauschbarer Erfüllungsgehilfe. Die Schnäppchen-Termiten, die das eine Lokal bis zur Pleite leergefressen haben, ziehen unverzüglich zum nächsten, wenn dort ein Rabatt lockt.

Ein Daily Deal Angebot ist deshalb nicht nur kurzfristig wirtschaftlicher Wahnsinn, sondern zerstört nachhaltig die mühsam aufgebaute Marke.

Fazit: Wirt pleite. Klappe zu, Affe tot.

Michael Vesely
reisinger’s am salzgries

1010 Wien, Salzgries 15
www.cafe-reisinger.at

Tags: Allgemein

January 17 2012

January 11 2012

Facebook’s Zensur-Hickup

Letzte Woche haben wir auf unserer Facebook Page gepostet, dass es ein interessantes Profil auf Facebook gibt, das Teil einer Anti-Drogen Kampagne einer israelischen Behörde ist. Auf dem Profil war die Timeline eines Drogenabhängigen sichtbar und als Gegenüberstellung die Timeline eines Menschen ohne Drogenprobleme.

Das Ganze sah in etwa so aus:

via allfacebook.de

Als wir heute darauf aufmerksam wurden, dass das Profil mittlerweile von Facebook gelöscht wurde, da es gegen die Nutzerrichtlinien verstößt (es ist eigentlich ein Fake Profil), wollten wir dies natürlich unter unseren Eintrag auf der Facebook-Seite bekannt geben. Leider haben wir den Beitrag nicht mehr gefunden. Auch in den Insights tauchte er nicht mehr auf. Komisch. Da hat Facebook doch tatsächlich anscheinend unseren Eintrag gelöscht. Ein Eintrag, bei dem 20 Likes und einige Kommentare vorhanden waren.

Was könnte passiert sein? Die Verlinkung zu einem von Facebook gelöschten Profil könnte automatisch mit der Löschung des Profils selbst einhergehen und automatisch stattfinden. Dennoch etwas merkwürdig.

Im Zuge dessen entstand bei uns die Diskussion darüber, ob Facebook denn wirklich etwas zu viel in den User-Stream eingreift. Jüngstes Beispiel aus unserem eigenen Kreis: Chefin Judith Denkmayr hat in unserer Digital Affairs Gruppe, die nicht öffentlich zugänglich ist, ein Video gepostet. Das Video hat Judith selbst gemacht, welches sie bei einer Besichtigung eines Büros gefilmt hat. Darauf waren nur leere Räumlichkeiten zu sehen. Keine Hintergrundgeräusche und schon gar keine Musik. Facebook hat daraufhin das Video mit der Begründung einer Urheberrechtsverletzung gelöscht und Judith musste eine eidesstattliche Begründung abgeben, die so aussah:

Nach kurzer Zeit hat Facebook das Video wieder “freigegeben”.

Die Frage, die sich stellt: What’s next? Mit welchen Maßnahmen gegen “nicht-konforme” Inhalte auf Facebook muss man noch in Zukunft rechnen? Wie rechtfertigt Facebook solche arbiträr gesetzten Maßnahmen auf Dauer gegenüber Unternehmen und seinen Contentlieferanten – den Usern?

Update: Userinhalte werden gelöscht, dafür wird jetzt Werbung in den Stream geschaltet: Artikel auf derStandard.at

January 04 2012

December 29 2011

December 18 2011

December 06 2011

Twitter Entwicklung 2011: Die Vögel im Osten zwitschern lauter.

Twitter scheint im deutschsprachigen Raum noch immer nicht ganz angekommen zu sein und zählt auch in Österreich weiterhin zu den Nischenplattformen. Die mit @, # und verschiedensten Abkürzungen gespickten, auf 140 Zeichen begrenzten Kurznachrichten sind vielen ÖsterreicherInnen noch ein Buch mit sieben Siegeln. Aber Twitter kann man ja bekanntlich nur richtig verstehen, indem man Twitter benutzt. Langsam aber sicher hat sich in Österreich eine kleine aber feine Twitter Community mit stetigem Wachstum gebildet, die mittlerweile fast 66.000 Accounts zählt.

66.000 Geeks? Nicht nur!
Neben mehr oder weniger prominenten Einzelpersonen neigen auch Medien, die Politik, NGOs und Vertreter aus Wissenschaft und Forschung dazu zu zwitschern, stellen jedoch nur 3% der österreichischen Internetuser. 2011 konnte die österreichische Twitter Community ein erhebliches Wachstum verzeichnen: Während Anfang des Jahres noch rund 38.000 österreichische Twitteraccounts zu verzeichnen waren, ist die österreichische Twitter Community mittlerweile auf 65.672 Accounts angewachsen (Stand 05.12.2011) und hat damit gut um ⅔ zugelegt. Wer in Österreich zwitschert, tut dies laut Social Media Radar größtenteils aktiv (~31.000 aktive Accounts) und generiert auch selbst Inhalte (~23.000 schreibende Accounts). Die österreichischen Twitter User entsprechen damit also nicht ganz dem klassischen Bild der passiven, nur Inhalte konsumierenden InternetbenutzerInnen.
Die Twitter Nutzung der ÖsterreicherInnen scheint zum überwiegenden Teil auch auf den deutschsprachigen Raum fokusiert zu sein, die Accounts, denen österreichische Twitteranten followen, stammen zum überwiegenden Teil aus der D-A-CH Region.

Österreichisches Großstadtgezwitscher
Auffallend ist ein starkes Ost-West Gefälle in der Twitter Nutzung der ÖsterreicherInnen, wobei Wien der absolute Hotspot der österreichischen Twitter Community ist. Gut 21.000 Twitteranten geben an, vom Standort Wien aus zu twittern und lassen damit vermuten, dass es sich in der Hauptstadt leichter zwitschert, bzw. dass Twitternutzung in Österreich bislang ein urbanes Phänomen sein könnte.
Bleibt nur abzuwarten, ob der Westen Österreichs auch bald darauf hört, was die Vögel im Osten bereits von den Dächern pfeifen, das stetige Wachstum der Community könnte das vermuten lassen. Oder vielleicht zeigt der Westen Twitter weiterhin die kalte Schulter und bleibt bei dem Standpunkt, die im Osten haben einen Vogel – wer weiß, wir werden sehen, bzw. darüber twittern.

December 05 2011

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